Max-Leven-Zentrum Solingen e.V.
Schaufensterausstellung
Das Max-Leven-Zentrum wird an dem Abend am ehemaligen Kaufhof, Hauptstraße/Ecke Klosterwall, mit einem Infostand an der Schaufensterausstellung zu den jüdischen Kaufleuten in Solingen präsent sein. Von hier aus werden kurze Rundgänge zu den ehemaligen Geschäften angeboten. Die Ausstellung zeigt exemplarisch die Geschichte von großen Kaufhäusern wie Gebr. Alsberg und Tietz bis zu kleineren inhabergeführten Geschäften wie Giesenow oder Tabak, die die Solinger Innenstadt als pulsierendes Einkaufszentrum seit Ende des 19. Jahrhunderts prägten.
In der Folge des reichsweiten „Judenboykotts“ vom 1. April 1933 firmierte das Kaufhaus Tietz zwangsweise zu Kaufhof um, und die jüdischen Eigentümer wurden aus dem Unternehmen gedrängt. Manche kleineren Geschäfte hielten sich bis zu den Novemberpogromen 1938, aber diejenigen Jüdinnen und Juden, die nicht bis Kriegsbeginn in der Lage waren, das Land zu verlassen, wurden Opfer des Holocaust. Mit der Ausstellung möchten wir die Erinnerung an diese für ihre Heimatstadt sehr engagierten Händlerinnen und Händler wachhalten.
Führungen 18:00 und 20:00 Uhr und nach Bedarf.

